Homoeopathie


 

Die Basis der homöopathischen Heilkunst bildet die Ähnlichkeitsregel. Diese besagt, dass Ähnnliches durch Ähnliches geheilt werde. Diese Form der Regulationsmedizin wurde von Dr. Samuel Hahnemann (1756 – 1843) begründet und besteht seither in unveränderter Form.

Zur Therapie wird eine Substanz gegeben (mineralischer, pflanzlicher, oder tierischer Natur), die ihrem Wesen nach dazu in der Lage ist, genau diejenigen Symptome hervorzurufen, an denen das Tier leidet. Ein wesentliches Charakteristikum der homöopathischen Therapie ist die Potenzierung- die Zubereitungsart der Substanzen. Man versteht darunter das stufenweise verdünnen mit dazwischen geschaltenen Schüttelschlägen.

  • Dezimal Potenzen (1:10)
  • Centesimai-Potenzen (1:100)
  • Q(LM)-Potenzen (1:500000)

Die Wahl der Potenz richtet sich nach der Lebenskraft (vis vitalis) des Tieres- die durch die Arznei hervorgerufene „Kunstkrankheit“ muß etwas stärker als die natürliche Krankheit des Patienten sein. Bei einer heftigen Erkrankung wird ein ebenso hetiger Arzneireiz benötigt- also eine entsprechend hohe Potenz. Das gilt für chronische und akute Erkrankungen gleichermaßen. Da die Auswahl des homöopathischen Mittels dem Tier individuell angepasst sein muss, wird vor allem bei chronischen Erkrankungen eine homöopathische Anamnese erhoben (Erfassung der GESAMTHEIT der Symptome unter Einbeziehung der internen und externen Stressoren).

Homöosiniatrie („Homöo“ steht für Homöopathie, „Siniatrie“ für Sinologie = Lehre der chinesischen Kultur). Schon Dr. Samuel Hahnemann hat „die kranken Punkte“ erwähnt, welche nach Gabe des richtigen homöopathischen Arzneimittels verschwanden (sensible Druckpunkte an der Körperoberfläche). Dr. August Weihe jun. (1840-1896) ist zu folgendem Entschluß gekommen: Wann immer ein bestimmtes homöopathisches Arzneimittelbild indiziert gewesen ist, waren bestimmte Punkte an der Körperoberfläche des Patienten besonders druckempfindlich bei Fingerpalpation. Er hat 270 Punkte benannt, die er zur Auswahl des homöopathischen Arzneimittels verwendete. 1947 entdeckte Dr. Roger de La Fuye, ein französischer Homöopath und Akupunkteur, dass die meisten „Weiherschen Druckpunkte“ gleichzeitig Akupunkturpunkte waren, mit dergleichen Symptomatologie.

Derzeit wird Homöosiniatrie so praktiziert, dass in Akupunkturpunkte (oder Triggerpunkte bzw Reflexzonen) sterile homöopathische Arzneimittel injiziert werden. Bei dieser Methode wird zuerst eine Traditionell Chinesische Veterinärmedizinische (TCVM) Diagnose gestell (nach Anamnese), dann die Akupunkturpunkte gewählt, und schließlich die zu diesen Punkten zugeordneten Arzneien injiziert. Aber es ist auch möglich, zuerst das homöopathische Mittel auszuwählen, und dieses in die zugeordneten Akupunkturpunkte zu injizieren.

Um telefonische Voranmeldung wird gebeten.